Anbau von Gemüse auf dem eigenen Balkon

Anbau von Tomaten auf dem BalkonEs gibt viele Gründe dafür sein eigenes Gemüse anzupflanzen. Angefangen vom gesundheitlichen Aspekt, weil man so weiss, was man isst, bis hin zu niedrigeren Kosten. Da aber nicht jeder über einen eigenen Garten verfügt, stellen sich viele Menschen die Frage, ob der Anbau von Gemüse auch auf einem Balkon oder der Terrasse möglich ist. Die gute Nachricht vorweg: einige Gemüsesorten können auch hier problemlos angepflanzt werden. Was alles möglich ist und was Sie dafür brauchen, erfahren Sie im folgenden.

Gemüseanbau auf dem Balkon, geht das überhaupt?

Grundsätzlich ist der Anbau von Gemüse auf dem Balkon nicht wesentlich schwieriger als im Garten. Allerdings muss natürlich beachtet werden, dass der zur Verfügung stehende Platz in der Regel geringer ist. Zudem muss man darauf achten, welche Pflanze welche Lichtverhältnisse braucht, um optimal zu wachsen. Stellen Sie also zunächst fest, in welche Himmelsrichtung Ihr Balkon gebaut ist und suchen Sie dann die passenden Gemüsearten. Aber auch wenn Ihr Balkon fast den ganzen Tag über im Schatten liegt, besteht noch Hoffnung. Einige Sorten, wie etwa Blattgemüse oder verschiedene Kräuter, brauchen für ein optimales Wachstum kein direktes Sonnenlicht und können Ihnen auch in diesem Fall zu einer erfreulichen Ernte verhelfen. Darüber hinaus können Sie auch auf Sorten zurückgreifen, die in der Sonne zwar besser wachsen, im Schatten aber auch nicht eingehen. Bei der Ernte werden diese Pflanzen dann zwar kleiner ausfallen, als ihre verwandten Exemplare aus der Sonne, aber trotzdem schmecken sie. Informieren Sie sich am besten bei einem Fachhändler, welche Gemüsesorten hierfür in Frage kommen.
Sollte Ihr Balkon in der Sonne liegen, ist die Auswahl natürlich einfacher, da ausreichend Wasser und Licht das Wachstum fast aller Gemüsesorten unterstützt. Nun richtet sich die Auswahl der einzelnen Pflanzen vor allem danach, wie viel Platz Ihnen zur Verfügung steht und natürlich danach wie Ihr Geschmack ist. Relativ unproblematisch lassen sich auf einem Balkon etwa folgende Gemüsearten anpflanzen:
- Paprika
- Gurken
- Radieschen
- verschiedene Salate
- Bohnen (Busch- oder Stangenbohnen)
- Kürbis
Sie sehen, die Auswahl ist gross und es braucht keinen weitläufigen Garten, um Gemüse selbst anzubauen.

Von der Wahl des Topfes und der Erde

Um für die Pflanzen optimale Bedingungen zu schaffen, ist es wichtig einige Vorbereitungen zu treffen. Hierzu gehört die Auswahl geeigneter Erde und passender Orte, die dem Wurzelwerk ausreichend viel Platz zur Ausbreitung bieten. Wenn Sie sich für eine oder mehrere Gemüsesorten entschieden und geklärt haben, wie viel Licht diese zum Wachsen benötigen, müssen Sie noch herausfinden, in welchem Abstand die Exemplare gepflanzt werden sollten und wie tief das Wurzelwerk reichen wird. Beides beeinflusst schliesslich die Wahl des Standortes. Auf Balkonen sollten Sie grössere Töpfe, etwa aus Ton, oder Balkonkästen nutzen. Letztere sind häufig schon vorhanden und bieten eine Möglichkeit Gemüse anzupflanzen, ohne viel zusätzliche Arbeit zu haben. Hier können Sie zum Beispiel kleinere Salate, Radieschen und auch Bohnen anpflanzen. Für alle anderen Gemüsearten sollten Sie jedoch eigene Kübel vorziehen. Tomaten wachsen etwa an Sträuchern, die einen gewissen Raum zum Wachsen brauchen. Der Vorteil für Balkone liegt bei diesen Pflanzen darin, dass sie in der Regel in die Höhe wachsen und so in der Breite nicht viel Raum benötigen.
Der nächste wichtige Punkt betrifft die Auswahl der richtigen Erde. Diese sollte den Pflanzen möglichst viele Nährstoffe zur Verfügung stellen und zwar über den gesamten Zeitraum des Wachstums. Mittlerweile gibt es spezielle Pflanzenerde mit Biodünger, die eine optimale Nährstoffversorgung sicherstellt. Ebenfalls gut geeignet ist Erde aus Gärten. Wenn Sie also Bekannte oder Freunde haben, die einen Garten besitzen, fragen Sie doch einfach dort nach. Von reiner Blumenerde ist hingegen abzuraten. In der Regel reicht diese nicht aus, um das Gemüse ausreichend lange optimal zu versorgen.

Die Pflege und Bewässerung

Damit sich die ganze Arbeit auch lohnt und Sie im Spätsommer oder Herbst Gemüse ernten können, ist eine passende Pflege natürlich absolut notwendig. Zuerst sollten Sie in jedem Fall auf die Zugabe von chemischen Düngern verzichten. Diese lassen Ihre Pflanzen zwar unter Umständen besser wachsen, machen Sie für den Verzehr aber unbrauchbar. Wenn Sie unbedingt auf Dünger zurückgreifen wollen, erkundigen Sie sich im Fachhandel nach passenden Bio-Düngern. Wenn Sie jedoch für optimale Bedingungen gesorgt und die richtige Erde ausgewählt haben, ist die Verwendung von Dünger unnötig und Sie können sich darauf verlassen, dass Sie das Gemüse bedenkenlos essen können.
Erkundigen Sie sich zudem unbedingt über die richtige Pflege der Pflanzen und bringen Sie in Erfahrung, wie viel Wasser sie benötigen. So brauchen Tomaten beispielsweise wesentlich mehr Wasser als einige Kräuterarten. Auch bei der Pflege sind unterschiedliche Dinge zu beachten. Besonders anspruchsvoll sind zum Beispiel Tomaten, deren Wachstum man, durch Beischnitt, ein wenig im Auge behalten sollte, denn nur so entwickeln sich die Früchte optimal. Auch das Umfeld der Radieschen muss laufend überwacht werden, denn sie vertragen es nicht, wenn die Erde nicht durchgehend feucht gehalten wird.
Sie sehen mit einiger Mühe ist es durchaus möglich auf dem Balkon Gemüse anzupflanzen und die ganze Arbeit lohnt sich spätestens dann, wenn Sie Ihren ersten Salat mit eigenen Früchten zubereiten.
 

 

 

 



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