Die Vorzucht auf dem Fenstersims

Fenstersims Anbau mit Garland Super 7Verschiedene Sommerpflanzen und Gemüsesorten müssen auf dem Fenstersims vorgezogen werden, da sie nicht winterhart sind. Die meisten Gartenblumen und Gemüsesorten können direkt ins Gartenbeet ausgesät werden. Nötig ist die Anzucht auf der Fensterbank jedoch, wenn die Pflanzensorten nicht als Jungpflanzen im Handel zu haben sind oder eine frühe Aussaat im Aussenbereich wegen der niedrigen Temperaturen nicht infrage kommt. Zu den wärmebedürftigen Gewächsen, die eine Vorzucht auf der Fensterbank benötigen, gehören Gemüsesorten wie Tomate, Aubergine, Gurke, Paprika, Kürbis, Kopfsalat, Kohlrabi, Mangold, Zucchini und manche Kräuter (Basilikum, Petersilie, Kerbel, Dill etc.). Sommerpflanzen, bei denen sich die Vorzucht in der Wohnung empfiehlt, sind Zinnie, Levkoje, Bartnelke, Löwenmäulchen, Wicke, Kapuzinerkresse und Lobelie.

Voraussetzungen für die Anzucht auf der Fensterbank
Die Pflanzgefässe mit den Sämlingen sollten hell und warm stehen. Die Zimmertemperatur darf 16 °C nicht unterschreiten. Am besten keimen sie bei einer Temperatur von 20 °C. Wichtig ist, dass sich die Zentralheizung nicht in unmittelbarer Nähe befindet. Der beste Zeitpunkt für die Anzucht ist ab Anfang März. Möchten Sie Ihre Vorzucht früher anlegen, so sollten Sie sich eine Pflanzenleuchte zulegen, die den Sämlingen genügend Licht bietet.

Was man für die Anzucht benötigt

Für eine Vorzucht auf dem heimischen Fenstersims benötigen Sie Saatgut, Anzuchterde, Pflanzerde, ausreichend grosse und fest stehende Pflanzbehälter, dazu passende Untersetzer, ein kleines Pflanzholz, eine Handschaufel, ein Erdsieb und Arbeitshandschuhe.
 

Vorbereiten der Aussaat

Die Pflanzgefässe werden zuerst mit einer Schicht Pflanzerde gefüllt. Darüber wird eine gleich hohe Schicht guter (keimfreier!) Anzuchterde bis etwa 1 cm unter den Rand aufgeschüttet. Es empfiehlt sich, nicht ausschliesslich herkömmliche Pflanzerde zu verwenden, da sie zu nährstoffreich ist: Die Anzuchterde oben sorgt dafür, dass die Keimlinge kräftige Wurzeln ausbilden, um bis in die untere Schicht zu wachsen und sich von dort mit Nährstoffen versorgen zu können. Danach wird die Erde mit einer Sprühflasche befeuchtet und mit der Hand leicht angedrückt. Staunässe sollten Sie auf jeden Fall vermeiden, da die Sämlinge sonst verschimmeln.
 

Aussäen der Vorzucht

Feines Saatgut kann man in Schalen ausbringen. Grobkörnige Samen wie zum Beispiel Tomatensamen sollte man besser zu jeweils 3 bis 4 Stück in Mini-Blumentöpfe aussäen. Dann muss man sie später auch nicht mehr pikieren. Möchten Sie mehr als eine Gemüse- oder Blumensorte vorziehen, sollten Sie die Saatreihen beschriften, da sich die Keimlinge der verschiedenen Pflanzen äusserlich nicht sonderlich unterscheiden. Dazu beschriftet man einfach Papierstückchen und spiesst sie auf Zahnstocher. Alternativ dazu kann man auch die Saattütchen aufgespiesst in die Erde stecken. Beim Aussäen sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Samen nicht zu nahe aneinander oder gar übereinander liegen. Um das zu vermeiden, klopft man dabei leicht an das Samentütchen. Die einzelnen Samen sollten einen Abstand von etwa 2 cm zueinander haben, um optimal auskeimen zu können. Dunkelkeimer müssen noch zusätzlich mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt werden. Dazu verwendet man am besten das Erdsieb. Lichtkeimer werden einfach nur in die Erde gedrückt. Falls Sie nicht wissen, ob es sich bei Ihren Samenkörnern um Dunkel- oder Lichtkeimer handelt, können Sie diese Information der Verpackung entnehmen.
Nach der Aussaat benötigen die Sämlinge noch eine Abdeckung, die sie vor zu trockener Luft (Heizung!) schützt. Anzuchtkisten liefern ausreichend Luftfeuchtigkeit, wenn man sie mit durchsichtigen Kunststoffhauben abdeckt. Töpfe kann man mit umgestülpten Einmachgläsern oder Frischhaltefolie, die rundum mit einem Gummi fixiert wird, vor dem Verdunsten der Feuchtigkeit bewahren. Allerdings sollte man die Abdeckung täglich für einige Minuten öffnen, um den Luftaustausch zu gewährleisten und Schimmelbildung vorzubeugen. Alternativ kann man ein Stück Pappe zwischen Abdeckung und Topf klemmen. Danach wird die Anzucht auf dem Fenstersims immer dann mit Wasser besprüht, wenn die Erdoberfläche trocken ist.

Pikieren (Umsetzen) der Vorzucht

Nachdem die Pflänzchen etwa 5 cm Höhe erreicht haben - das ist meist nach spätestens drei Wochen der Fall - müssen sie separat ausgepflanzt werden, um kräftigere Wurzeln zu bekommen. Dazu teilt man die Erdballen vorsichtig mit einem Pflanzholz und kürzt das untere Ende der Würzelchen mit dem Fingernagel. Danach werden die Pflänzchen genauso tief wie vorher eingepflanzt und nur mässig gegossen. Mit dem Pikieren der Vorzucht auf dem Fenstersims sollte man allerdings nicht allzu lange warten: Je früher die Mini-Pflanzen umgesetzt werden, desto besser wachsen sie später.
Beheizbares Fenstergewächshaus als Alternative zur Anzuchtkiste
Statt Töpfe, Schalen oder Anzuchtplatten zu verwenden, können Sie Ihre Vorzucht auf dem Fenstersims auch in einem Garland Super 7 Fenstergewächshaus ziehen. Das 76 x 18,5 x 15 cm grosse und 2,2 kg schwere beheizbare Mini-Gewächshaus ist ideal für zugige und kühle Standorte. Das Bodenteil wird mit einem 13 Watt Karbon-Filter-Element so betrieben, dass die Keimlinge gleichmässig mit Wärme versorgt werden. Das elektrisch betriebene Fenstergewächshaus erhöht die Temperatur der Sämlinge um etwa 8 °C. Das in sieben einzelne Teile unterteilte Garland Super 7 Fenstergewächshaus eignet sich auch gut zur Anzucht verschiedener Pflanzen- und Gemüsesorten.
 

 



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